Human Design hin, Führungsjob her - was tu ich mir da eigentlich an?

Ganz ehrlich: Human Design hin, Führungsjob her – was tu ich mir da eigentlich an?

03. August 2026


Montagmorgen, kurz vor dem ersten Meeting. Der Kalender ist voll, das Team wartet, die Zahlen müssen stimmen. Und mittendrin, ganz leise, dieser eine Gedanke: Warum mache ich das alles noch – den Job, die Verantwortung, den ganzen Stress – wenn da doch dieses andere Ding ist, das schon lange an die Tür klopft?

Für viele ist „das andere Ding“ ein eigenes Business, eine Ausbildung, ein Herzensprojekt – für mich z.B. Human design und die Codes of Life. Man nimmt Anlauf, „nebenbei“ soll es gehen. Und dann steht man wieder da, wo man vorher stand. Kein Vorwurf, kein Scheitern – eher ein Knoten, der sich einfach nicht lösen will. Wie gebremster Schaum: Da ist Kraft, aber sie kommt nirgendwo raus.

Die gute Nachricht zuerst: Dieser Knoten ist kein Zeichen dafür, dass etwas kaputt ist. Er hat System – und Human Design kann ziemlich genau zeigen, warum.

Zwei Antriebe – kein Widerspruch

Die naheliegendste Erklärung für dieses Hin-und-Her ist: „Ich kann mich einfach nicht entscheiden.“ Das klingt nach einem Charakterfehler – Unentschlossenheit, mangelnder Mut, fehlende Klarheit. Nur stimmt das oft gar nicht.

Im Human Design gibt es das Konzept der Schaltkreise – im Grunde der höhere Zweck, wofür Energie in uns eingesetzt wird. Manche Menschen haben Energie, die ganz auf den Stamm ausgerichtet ist: auf ein überschaubares, verlässliches Umfeld, auf Sicherheit, Status, enge Bindung, ein gutes Team, in dem man gebraucht wird. Andere Energie ist auf das Kollektiv ausgerichtet: darauf, eigene Erfahrung zu Wissen zu verdichten und mit einer größeren Gemeinschaft zu teilen – zu lehren, zu inspirieren, weiterzugeben.

Wenn beide Antriebe im eigenen Chart stark und gleichwertig vorhanden sind, ist das kein Widerspruch, den man auflösen muss. Es sind zwei echte, unterschiedliche Kräfte, die beide gelebt werden wollen. Der Führungsjob mit dem guten Team bedient die Stamm-Seite: Sicherheit, Status, echte Bindung an die Menschen, mit denen man arbeitet. Yoga unterrichten, Human-Design-Readings geben, Wissen aus Erfahrung weitergeben – das bedient die Kollektiv-Seite. Beides ist legitim. Der Fehler liegt nicht darin, beides zu wollen. Der Fehler liegt darin, zu glauben, man müsste sich für eines entscheiden.

Human Design unterscheidet verschiedene Schaltkreise (Circuits, Kanalgruppen), die zeigen, zu welchem Zweck ein Mensch seine Energie und seine Talente einsetzt. Zwei davon: der Stammes-Schaltkreis (Fokus auf Sicherheit, Ressourcen, enge Bindung, überschaubare Gemeinschaft) und der Kollektiv-Schaltkreis (Fokus auf das Weitergeben von Erfahrung und Wissen an eine größere Gruppe). Beide können in einem Chart gleich stark vertreten sein. https://www.geneticmatrix.com/learn-hub/de/circuits/index.html

stamm und kollektiv

Was der Körper längst weiß

Stell dir vor, du fragst nicht deinen Kopf, sondern deinen Körper: Ist das, was ich gerade tue, ein Ja oder ein Nein? Manche Menschen sind im Human Design so gebaut, dass genau diese körperliche Antwort ihre verlässlichste Entscheidungsgrundlage ist – nicht die Argumente, die der Kopf liefert.

Stell dir also vor, du spürst in die Arbeit mit deinem Team hinein: Wie fühlt sich das an? Für viele in dieser Situation ist die Antwort ein echtes, klares Ja. Die Menschen, die Zusammenarbeit, der Alltag – das trägt. Das Problem ist gar nicht der Job an sich. Stell dir jetzt vor, du spürst in die fehlende Zukunftsstrategie der Firma hinein, in das Gefühl, dass es an einer echten Vision fehlt. Da ist sie: die spürbare Lücke.

Das verändert die Ausgangsfrage. Es geht nicht darum, den Job loszuwerden. Es geht darum, die Lücke zu füllen – mit dem, was das eigene Business oder Projekt eigentlich liefert: einer größeren, freudigen Vision, einem Sinn, der über den Alltag hinausgeht.

generatoren entscheiden aus dem bauch, nicht dem verstand

Generatoren sind im Human Design der Energietyp mit dem meisten nachhaltigen Antrieb – ihre Kraft ist an ein Ja oder Nein aus dem Körper, nicht aus dem Verstand. Diese körperliche Entscheidungsinstanz kommt aus dem Sakralzentrum: eine unmittelbare, oft nonverbale Reaktion (ein Ziehen, eine Enge, ein Aufweiten), die zeigt, ob etwas stimmig ist. https://www.codesoflife.com/blog/creator

Warum es sich wie ein Knoten anfühlt

Wenn beide Antriebe echt sind und der Körper sogar eine klare Richtung zeigt – warum fühlt es sich dann trotzdem wie ein Knoten an?

Ein paar stille Bremsen, die dabei oft mitspielen:

  • Die Gewohnheit, sich anzupassen. Der vertraute Weg fühlt sich sicher an, gerade weil er vertraut ist – nicht, weil er der richtige ist.
  • Das Warten auf Erlaubnis. Die eigene Stimme laut werden zu lassen, bevor jemand ausdrücklich danach gefragt hat, fühlt sich ungewohnt an. Also wartet man lieber auf eine Einladung, die von außen kommt.
  • Die Sorge, „nebenbei“ reiche nicht. Und tatsächlich: Ein Projekt, das echte, ernsthafte Hingabe braucht, lässt sich schwer neben einem Vollzeitjob „mitlaufen“ lassen. Das ist keine Einbildung – das ist eine berechtigte Beobachtung.
  • Die Sorge, nicht seriös zu wirken. Die Angst, als Führungskraft an Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn man offen zur energetischen oder spirituellen Seite steht.

Keine dieser Bremsen ist ein Fehler im System. Sie sind der Grund, warum sich die Sache wie ein Knoten anfühlt, statt wie eine klare Abzweigung.

Ist die Zeit reif?

Human Design kennt das Konzept der Profile – unter anderem eines, das sehr direkt mit Timing zu tun hat: Profil 6/2. Menschen mit diesem Profil durchlaufen typischerweise drei Phasen. In der ersten Lebenshälfte wird viel ausprobiert, oft mit Rückschlägen – das ist die Versuchsphase. Mit ca. 30 erreichen Menschen mit diesem Profil das, was man die „Dachphase“ nennt: gemachte Erfahrungen werden reflektiert, alles aus einer höheren Perspektive – vom Dach eben – beobachtet. Mit ungefähr 50 erreichen sie den Punkt, an dem sie das, was sie eigentlich schon sind – ein Rollenvorbild, eine Referenz für andere – nicht mehr beweisen müssen, sondern „nur noch“ authentisch leben.

Wer sich also fragt, ob „die Zeit reif“ ist, für sich selbst mit dem eigenen Wissen sichtbarer zu werden: Es lohnt sich, ehrlich hinzuschauen, ob man vielleicht längst nicht mehr im Versuchsmodus ist, sondern nur noch nicht angefangen hat, sich selbst zu glauben.

human design profil 6-2

Das Profil beschreibt in Human Design, wie ein Mensch lernt und wie er von anderen wahrgenommen wird. Das Profil 6/2 kombiniert die Rolle des Rollenmodells (6) mit der des Eremiten (2) – jemand, der durch eigene, oft schwierige Erfahrung zu einer Referenz für andere wird, sich dabei aber immer wieder in die eigene Ruhe zurückzieht. Typisch ist ein Reifeprozess in drei Phasen, der meist erst ab der Lebensmitte in eine stabile, gelebte Rolle mündet – die sogenannte Dachterrasse.https://humandesign-tribe.com/die-human-design-profile/

Auch ohne eigenes Chart: den Knoten kennt jeder

Man muss sein eigenes Human-Design-Chart nicht kennen, um sich in dieser Geschichte wiederzufinden. Die Grunderfahrung ist universell: zwei Antriebe in sich zu tragen, die sich beide echt anfühlen, aber unvereinbar wirken. Sicherheit gegen Sinn. Das Vertraute gegen das, wofür man eigentlich brennt.

Wenn genau das gerade bekannt vorkommt, lohnt sich ein Blick auf das eigene Chart – nicht um eine fertige Antwort zu bekommen, sondern um zu verstehen, welche Antriebe tatsächlich am Werk sind und warum sich Lebenssituationen bisher so festgefahren angefühlt haben oder Entscheidungen so schwer.

Fazit

Der Knoten zwischen Job und eigenem Projekt ist selten ein Zeichen von Unentschlossenheit. Meistens ist er der Ausdruck zweier echter, gleichwertiger Antriebe, die beide gehört werden wollen – und die Frage ist vielleicht nicht „Entweder oder“, sondern „Wie beides würdigen, ohne sich selbst zu verlieren“.

Und ja, in diesem Beitrag geht es auch um mich, meine eigenen Erfahrungen, mein Design und was ich versuche draus zu machen. Es geht um mein ganz individuelles Experiment.

Mein Angebot für dich:

Ich tue das, was ich tue, weil ich es kann, weil es besonders ist und weil ich es liebe.

www.funkyartofbeing.de

Melde dich unten an für die #funkynews und verpasse keine neuen Beiträge und Termine.

Wenn du herausfinden willst, welche Antriebe in deinem eigenen Chart am Werk sind und was sie über deinen aktuellen Knoten verraten – ein Human Design oder besser noch Codes of Life® Reading ist der erste konkrete Schritt dazu. Schreib mir, wenn du starten willst.

Kontaktiere mich unter hallo@funkyartofbeing.de für all deine Fragen und deinen Termin für deinen Einstieg in dein persönliches Human Design Experiment.

Stay funky, weil deine Energie den Unterschied macht!

Ines-Worschischek-funkartofbeing-10

Wer schreibt hier?

Ich bin Ines – dein #funkyartofbeing Guide.

Ich liebe es, Körperbewusstsein, Human Design, Yoga und Energiearbeit zu verbinden und Menschen dabei zu begleiten, sich selbst neu zu spüren und zu entdecken.

Mein Ansatz: alles ist Energie und alles kann, nichts muss. Hier teile ich Impulse, Erfahrungen und Aha-Momente aus meinem ganz persönlichen Entwicklungsweg.

Neugierig
auf dein einzigartiges
Human Design?

Hier erhältst du kostenlos dein Human Design Chart mit den ersten wichtigsten Infos zu deinem einzigartigen Design.

HumanDesign Chart – Freebie OPTIN

Nach deiner Anmeldung erhältst du den Link zu meinem kostenlosen Human Design Chart Generator.

Deine Daten werden lediglich zur Bearbeitung deines Anliegens, der Eintragung in meine Newsletterliste, verarbeitet. Selbstverständlich kannst du dich jederzeit und ohne Angabe von Gründen wieder aus dem Verteiler austragen. Mehr Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.

Das könnte dich auch interessieren:

Live! Human Design Live Immersion

Live! Human Design Live Immersion

Wie fühlt sich dein eigenes Human Design wirklich an? Körperlich, emotional, in dir drin? Nachdem ich an einer Human Design Live Immersion der Human...

mehr lesen
Was für Design? Human Design!?

Was für Design? Human Design!?

Human Design? Was ist das denn wieder Neumodisches? Im Human Design System kommen Astrologie, Chakrenlehre, Kabbala, I Ging und Neutrinowissenschaft...

mehr lesen
Ines-Worschischek-funkyartofbeing-Bildmarke

#funkynews!

Abonniere dir hier meine #funkynews
und bleib auf dem Laufenden!

Deine Daten werden lediglich zur Bearbeitung deines Anliegens, der Eintragung in meine Newsletterliste, verarbeitet. Selbstverständlich kannst du dich jederzeit und ohne Angabe von Gründen wieder aus dem Verteiler austragen. Mehr Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.